Close to the Brain

September 2016 bis März 2017
In dem Artist in Residence-Programm »Close to the Brain« erhalten Künstlerinnen und Künstler Zugang zu Laboren und Arbeitsgruppen des Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools – als Inspiration für ihre künstlerische Arbeit. 2016 verfasste die Schriftstellerin Annette Pehnt die Text-Kollage »Ich habe mich in mein Gehirn verliebt« und entwickelte mit dem Musiker Harald Kimmig die Performance »brain writes sounds«.

In der zweiten Runde von »Close to the Brain« haben wir Annette Pehnt und Harald Kimmig eingeladen, die Arbeit der Forscher im Cluster zu begleiten. Sie besuchten Labore, sprachen mit Wissenschaftlern, Ingenieuren, Ärzten sowie Patienten und nahmen an Fachtagungen teil. Ihre Eindrücke von der Arbeit und den Vorstellungen der Wissenschaftler verarbeiteten sie mit den ihnen eigenen künstlerischen Mitteln. Das Ergebnis ist eine Textsammlung von Annette Pehnt – eine Art Logbuch, das sie in einer Lesung im Literaturbüro vorstellte. Darüber hinaus enstand in Zusammenarbeit mit Harald Kimmig und Ephraim Wegner eine Live-Perfomance, die im E-Werk Freiburg aufgeführt wurde.

Kooperationspartner
Literarturbüro Freiburg, E-Werk Freiburg
Zielgruppe
interessierte Laien, Literaturinteressierte, Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftler

»Diesmal schreibe ich von mir.
Und von einem Land,
das mir fremd ist.
Ein Land, das in mir ist.
Es ist mein Gehirn.« 
Annette Pehnt

01.02.2017
»Ich habe mich in mein Gehirn«
Lesung
im Literaturbüro Freiburg
Annette Pehnt berichtete am 1. Februar 2017 von ihrem Artist in Residence-Programm bei BrainLinks-BrainTools. Pehnt schaute sich in der Forschung zur Funktion des menschlichen Gehirns um und hielt ihre Beobachtungen in einem literarischen Logbuch fest. Daraus ist der Textkörper »Ich habe mich in mein Gehirn verliebt« gewachsen, aus dem die Freiburger Schriftstellerin im ersten Teil des Abends las. Im Anschluss diskutierte sie mit dem Neuroethiker und Philosophen Prof. Dr. Oliver Müller und weiteren Gästen aus der Literaturwissenschaft und der neurowissenschaftlichen Forschung über die Bedeutung des Erzählens für das künstlerische und wissenschaftliche Schreiben. Und über die Frage, welche Umrisse dieses fremde Land – das Gehirn – für sie gewonnen hat. 

Hier können Sie den Text »ich habe mich in mein Gehirn verliebt«, gelesen von Annette Pehnt, anhören:

07.03.2017
brain writes sounds
Performance
im E-Werk
Wie klingt mein Gehirn? Wie erzählt mein Gehirn? Wer ist der Verursacher einer Interaktion? Wie könnte eine Poetik des Gehirns ästhetisch erfahrbar werden?

Einen Abend lang gingen Harald Kimmig, Annette Pehnt und Ephraim Wegner diesen Fragen in künstlerischer Form nach. Die Bühne wurde zum kollektiven Gehirn: Klänge vernetzten sich mit Worten, flüchtige Texte entstanden und wurden sichtbar, aufgenommen und anverwandelt in der musikalischen Improvisation. Im Kontakt zwischen den Künstlern bildete sich die Komplexität eines interagierenden Netzwerkes ab. Strukturen einerseits und Kontrollverlust andererseits sind die Koordinaten, in denen sich bildgebende, tongebende, sprachgebende Verfahren miteinander verbinden konnten.

»unentwegt nehme ich auf
was die welt mir zu sagen hat
 sie hat mir nichts zu sagen aber
ich nehme es an und nehme es auf
wo kämen wir da hin wenn
 die dinge nicht zu uns sprächen«
Annette Pehnt

14.12.2016
Science and Art Lab – Workshop im Literaturbüro Freiburg über Kreativität
Workshop
Am 14. Dezember 2016 veranstalteten wir einen Workshop in der Galerie des Literaturbüro Freiburg. Annette Pehnt und Harald Kimmig stellten ihre Arbeitsweise vor und diskutierten gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Rotter, Prof. Dr. Ulrike Wallrabe, Prof. Dr. Oliver Müller sowie weiteren Gästen über wissenschaftliche und künstlerische Forschungsmethoden bezogen auf den Begriff der Kreativität. Der Neurobiologe Dominik Welke moderierte die Veranstaltung.
Die gesamte Performance ist hier zu sehen:
Drittmittelförderung von
Kooperationspartner
02   Experiment